|
Kölner Stadtanzeiger vom 28.09.2000 Bezirksvertretung / Kreisverkehr gegen den Stau / Viele Unfälle am Mennweg |
Von Simone Roßkamp
Chorweiler - Der Verkehr staut sich. Autofahrer schauen ungeduldig auf die Uhr, Radler suchen sich ihren Weg zwischen wartenden Pkw. Wer vom Menn- oder Blumenbergsweg auf die Neusser Landstraße einbiegen will, der sollte besonders zu Spitzenzeiten eine gehörige Portion Geduld mitbringen. Deswegen hat die CDU-Fraktion auf der Sitzung des Bezirksparlaments nun eine Lösung für die problematische Situation gefordert. Ein geeigneter Kreisverkehr, so die Christdemokraten, könnte Abhilfe schaffen und vor allem einen positiven Nebeneffekt haben: "Die Verkehrsteilnehmer würden langsamer fahren, der Unfallhäufungspunkt an dieser Kreuzung entschärft", glaubt Bezirksvorsteher Hans Heinrich Lierenfeld.
Der Antrag der CDU-Fraktion wurde einstimmig angenommen, die Verwaltung beauftragt, entsprechende Schritte einzuleiten. Carsten Rickers vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik zeigt sich zuversichtlich, dass das Vorhaben schnell realisiert werden kann: "Im Zuge der Umgehungsstraße Fühlingen war hier sowieso ein Kreisverkehr eingeplant." Gleichzeitig wurde der Antrag noch um zwei weitere kritische Kreuzungspunkte erweitert, die einen Minikreisel erhalten sollen. Am Knotenpunkt zwischen dem Hitdorfer Fährweg und der Alten Römerstraße sowie zwischen der Mercatorstraße und der Ausfahrt Blumenberg-Süd (Geiersbergstraße) sollen diese entstehen. Im Unterschied zum Kreisverkehr stellt der Minikreisel eine platzsparende und deshalb kostengünstigere Alternative dar.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde ein Antrag der SPD-Fraktion, der sich mit der Parkplatzsituation vor der Sportanlage in Roggendorf-Thenhoven befasste. Auch der betroffene Spiel- und Sportverein (SSV) selbst, und namentlich sein erster Vorsitzender Rüdiger Lindic, hatte vorher schon eine Eingabe dazu im Beschwerdeausschuss gemacht. "Es gibt einfach nicht genug Parkplätze an der Anlage", hieß es, "gerade wenn Gastvereine anreisen, wird es sehr eng." Das Problem: Es gibt zwar freistehende Flächen vor dem Sportplatz, diese sind jedoch nicht als Parkplätze gekennzeichnet. Um das "Wildparken" zu vermeiden, das vor allem bei sportlichen Zusammenkünften zu verzeichnen ist, "könnten hier etwa Parktaschen entstehen", so Dagmar Paffen, Fraktionssprecherin der SPD.
Gleich zweimal beschäftigten sich die Lokalpolitiker zudem mit dem Lärmschutz. Entlang des Blumenbergsweges, so hieß es in einer Anfrage der SPD, ende der Schutzwall in Richtung Fühlingen auf der Höhe von neu errichteten Einfamilienhäusern. Ihre Fragen an die Verwaltung: Wie kann der Lärm abgehalten, ist eine Verlängerung des Walls sinnvoll? Auch die CDU erkundigte sich erneut nach dem ausstehenden Lärmschutz für Pesch entlang der Autobahn 1 in Richtung Mengenich. Die Verwaltung will die Frage in der nächsten Sitzung beantworten.
GEDULD IST DIE MUTTER aller Tugenden: Autofahrer, die vom
Blumenbergs- und
Mennweg
auf die Neusser Landstraße einbiegen wollen, müssen oft lange warten. Ein
Kreisverkehr soll nun Abhilfe schaffen. (Bild: Roßkamp)
Autor: Simone Roßkamp
Land: Chorweiler
Datenbank KSTA
Dokumentennummer: KS-09-28-2000-014A000D1F3C
![]()
© 2005, GENIOS Wirtschaftsdatenbanken, Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH